WARUM ICH FÜR CHARITIES LAUFE

 

2011 flog ich nach New York um den berühmten New York Marathon zu laufen. Es war ein Geburtstagsgeschenk, das mir viele liebe Freunde gemeinsam geschenkt haben. Es war einer meiner Träume.

Meine erste Reise allein in eine mir noch unbekannte Stadt. New York Marathon, der größte Marathon der Welt, mit 50.000 Startern aus aller Welt. Ich muss erwähnen, dass dieser Lauf für mich sehr besonders war, denn hier steckte mehr drin als nur ein "normaler Lauf" - ich habe diesem Marathon versprochen eines Tages wiederzukommen.

Natürlich war ich endlos begeistert und erstaunt wie detailgenau die Logistik, 50.000 Läufer (um 4 Uhr morgens) nach Staten Island zu bringen, funktionierte. Musste doch die Verranzano Bridge wieder frei sein für den Strassenverkehr.

Während des Staunen entdeckte ich immer mehr Läufer mit ähnlich bedruckten T-Shirts. Ich begann während des Laufens die Logos und Aufdrucke zu lesen und die vielen fröhlichen Läufer, die im Tross mit gleichen Shirts zu laufen schienen, anzuschauen.: "My legs support Cancer Research", "Team for Kids", "Team Fox for Parkinson Research" etc. So etwas hatte ich bisher in Deutschland noch nicht in dieser Form gesehen.

Für mich war das eine sehr emotionale Message und gleichzeitig mein Weg und meine Philosophie im Laufsport.

"Eine Herausforderung annehmen, Laufen in der Community, Spass haben, sich gegenseitig zu supporten und dabei etwas Gutes tun!" 

                                                                                                                                                                                                     

In diesem Lauf schmiedete ich sofort einige Pläne. Das war 2011 - mittlerweile setzen sich Charity Startplätze auch hier in Europa durch und haben sich fest etabliert. In den letzten Jahren bin ich mit meinen Freunden für unterschiedliche Organisationen gelaufen. Es gibt wirklich sehr schöne Möglichkeiten, wie z.B. in Hamburg VIVA con AGUA St. Pauli, Amnesty International und die NABU Charityplätze in Berlin, für die wir letztes Jahr gestartet sind. 

 

Mit einem Charity-Startplatz verpflichtet man sich durch die Teilnahme entweder eine bestimmte feste Summe zu sammeln oder bezahlt einen höheren Preis für den Startplatz. Ersteres impliziert meist ein starkes Commitment und üblicherweise starten die Teilnehmer eine private Spendenaktion, auch Fundraiser genannt.

Die Motivation ist meist gleich "Ich traue mich etwas Außergewöhnliches, ich möchte Gutes tun und gleichzeitig erhalte ich eine starke Motivation". Ein wirklich schöner Austausch an positivem Output. Hier "gewinnen" wirklich alle! Der Spender der Gutes tut, der Verein oder Fonds der den Beitrag erhält sowie der Läufer, der ein großes wunderbares mentales Ziel vor Augen hat. Mit diesem Gefühl kann man die stärkste Person der Welt sein - sei es noch so außergewöhnlich oder extrem.

 

Mein Lieblingsbeispiel hierzu beschreibt der deutsche Extremsportler Norman Bucher in seinem Buch "Abenteuer Motivation". Er erzählt von einem sehr untrainierten aber sehr motivierten Mann asiatischer Herkunft, der sich durch sein Gewicht deutlich von allen anderen Ultramarathonläufern unterschied, aber etwas schaffte, was andere erfahrene und trainierte Läufer nicht schafften, mehrere Tage durch die Kalahari Wüste zu laufen. Mit seinem Lauf hatte er beschlossen, Geld für ein lokales Waisenhaus zu sammeln. Motivation ist ein wunderbares Gut und jeder von uns findet sie auf seine eigene Weise.

Seit New York 2011 bekomme ich im Sport viele schöne Momente geschenkt, insbesondere aber auch durch meinen eigenen Willen und meiner großen Eigenmotivation. Das Laufen spendet mir immense Energie, mit der ich perfekt meinen Alltag bestreiten und sogar noch etwas davon abgeben kann!

 

Ich freue mich so sehr auf unsere nächsten Projekte:

#Irunwithheart - unser Engagement im Unogwaja Red Love Train 2016

#Unogwajachallenge 2017 - 2 Millionen Rand für den Unogwaja Lightfund 

 

Try to do a charity run!